Ligurien im Frühling – Das Hotel Mediterraneo

Liguria in primavera – da geht einem doch direkt das Herz auf und die Sehnsucht nach Italien an 😊

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Damit du dich auf den Frühling an der Ligurischen Küste freuen und vielleicht mit unseren Tipps vorbereiten kannst, starten wir heute mit einer kleinen Reihe zu dieser besonderen italienischen Küstenregion zwischen Toskana und Provence!

Achtung: Für tiefergelegte Autos ist die Zufahrt zur Tiefgarage eine echte Herausforderung! Aber unser Cabrio kam unbeschadet drüber, du musst es nur sanft rollen lassen. Der Parkplatz kostet zwar ein paar Euro, ist aber in den engen italienischen Altstädten – zumal in Ligurien – echt Gold wert!

Als Basis für eine Erkundung der Region haben wir uns ➡️ das Hotel Mediterraneo Emotional & Spa in Santa Margherita Ligure ausgesucht. Das Haus liegt ruhig in zweiter Reihe von der Uferstraße und -promenade mitten im Herzen von Santa Margherita Ligure und doch nur einen Steinwurf vom Meer entfernt. Von unserem Zimmer mit Dachterrasse hast du einen netten Blick über die Dächer der Altstadt.

In dem wunderschönen, stilgerecht renovierten und restaurierten Palazzo aus dem 19. Jahrhundert fängt dich die ganze Eleganz der Belle Epoque ein.

Auch das Kaminzimmer lädt zum Entspannen bei Aperitivo und Gespräch, Buch und Digestivo (oder in der Reihenfolge) ein.

Im Licht der Sonne und der Palmen der Riviera kannst du den Tag mit einem sehr ordentlichen Frühstück beginnen, das du dir von einem großzügigen Buffett zusammenstellen kannst.

Zwar wird auch die herzhafte Ecke bedient, aber vor allem die frischen Kuchen aus der eigenen Küche haben uns begeistert. 

Schön für Betroffene: Es gibt auch eine große Auswahl an glutenfreien Backwaren. Die stylishen Bilder zeugen von den ersten Glanzzeiten des Tourismus an der Riviera di Levante in Ligurien, als Reisen noch mondän und vorrangig für Betuchte erschwinglich, aber leider eben weniger demokratisch war als heute. Nicht in jeder Hinsicht sind die alten Zeiten gut!

Eine Hommage an die vielen französischen Gäste aus der benachbarten Provence? 😉

Aber auch frische sizilianische Blutorangen sowie reife Ananas und Melone, die auch nach diesem Obst schmecken, sind ein vitaminreicher Genuss am Morgen!

Das geräumige Zimmer ist mit zeitgenössischen und modernen Elementen behutsam gestaltet und versprüht eine angenehme Atmosphäre.

Praktisch fürs Klima und wirkungsvoll fürs Ambiente: Die betagten, aber einwandfreien Holzklappläden.

Die schönen großen Marmorfließen im Badezimmer tragen zum edlen Ambiente bei, lassen aber an die halsbrecherischen LKW-Transporte in den Steinbrüchen von Carrara denken…durch die bestimmt 80-jährige Holztür gelangst du auf die Dachterrasse.

Der Blick geht in die mit einigen Olivenhainen bepflanzten Hügel der Halbinsel an der Riviera di Levante, an der Ostseite des Kaps vom benachbarten Portofino. Einen besonderen Olivenöl-Tipp hierzu bekommst du in einer der nächsten Blogs!

Das außergewöhnliche Design der Fliesen in der topmodernen Dusche hat uns total begeistert! 

Den Pool im Haus konnten wir leider nicht testen, da vor Saisonbeginn gerade ein paar Reparaturarbeiten anstanden. Ein Wellness-Bereich steht aber zur Verfügung.

Im Café Antico Cedro, dem Restaurant des Hauses, haben wir ein leichtes, mediterranes Abendmenü probiert. Wir haben uns für eine 3-Gang-Variante entschieden und auf den Secondo (2. Hauptgang) verzichtet.

Burkhard´s Antipasti war ein Thunfisch-Tartar mit Guacamole: die frischen Aromen nach Meer waren ein passender Gang für den ersten Abend im italienischen Frühling!

Betina ´s Gamberoni lagen aufgeschnitten und aufgeklappt wie ein Schmetterling auf satt-grünen Ackersalat, mit Scheiben von der Blutorange und hauchdünnen Scheiben von der süßen, rötlichen Tropea-Zwiebel. Die Kombination aus der fruchtigen Säure der Blutorange, der Süße der Zwiebeln und dem grasig-grünen Olivenöl aus der Umgebung war ein schöner Einstieg in das Frühlingsmenü!

Natürlich darf hier ein Weißwein von der ligurischen Riviera nicht fehlen! Wir haben uns für den Pigato von Laura Aschero, Jahrgang 2017, mit 13 % Vol. entschieden.

Strohgelb im Glas präsentiert er sich, in der Nase Akazie und frische gelbe Früchte. Im Mund dann Pfirsich, wenig Säure, ein starker Tropfen, eine mineralische Note kommt nach etwas Zeit hinzu – ziemlich vollmundig für einen Weißwein! Und passt super zu den Antipasti.

Als Primo (1. = Nudelgang) hatte sich Betina für eine gelbe Pasta entschieden: eine leichte Currysauce mit Zucchinistückchen und Gamberoni gebraten, in Farbe und Geschmack wieder ein prima Primavera (Frühlings-) Gang!

Burkhard´s Vongole veraci waren gekrönt mit Bottarga di tonno, das ist getrockneter Rogen vom Thunfisch, der über die Spaghetti gerieben war. Der Pasta-Gang hat sehr gut geschmeckt, schön sämig, lecker und umami! Mit Prezzemolo (frischer Petersilie) waren auch hier die Farben gelb und grün beteiligt.

Das Dessert, eine ganz in weiß angelieferte Panna Cotta, war leider ein Reinfall. Schade: Das war klar Convenience mit einem Spritzer Sahne obendrauf und ein paar frisch aufgeschnittenen Erdbeeren – wenigstens die hatten etwas Aroma. Trotzdem insgesamt im Geschmack absolut nichtssagend und kein guter Abschluss des ansonsten herrlichen Frühlingsmenüs. Wir hatten die spontane Vorstellung, dass mit dieser Panna cotta notfalls die Stuckelemente an der Decke nachgebessert werden können…

Eine Live-Beschreibung unseres mediterranen Abendmenüs, natürlich inklusive der Verkostung des Weißweins von der ligurischen Riviera, kannst du in unserer ➡️🎧 Podcastfolge 136 hören – buon appetito!

Insgesamt haben wir im Hotel Mediterraneo Emotional & Spa aber sehr mondän gewohnt und gespeist, super schön im Wintergarten gefrühstückt und mit Espresso doppio den Blick auf die Palmen und die Morgensonne über dem azurblauen Himmel genossen! Hilfsbereit, vor allem beim Aufspüren von weiteren Genuss-Geheimtipps, waren auch die Chefin und die Rezeptionistinnen des Hauses.

Freu dich deshalb auf noch mehr Folgen aus der Cinque terre und Ligurien mit weiteren Empfehlungen für sehr gute Gastroadressen!

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