Der Reischlhof – Wellness und Genuss im bayerischen Wald

Heute geht’s gut für Körper, Geist und Seele bei uns zu! Wir berichten dir über Wellness und Genuss im Reischlhof im bayerischen Wald. 

In diesem Beitrag kann Werbung enthalten sein, selbst dann, wenn keine Werbekooperation oder anderweitige Zusammenarbeit mit den genannten Unternehmen stattgefunden hat. 

Mitten im Grünen im östlichsten Zipfel von Bayern und doch nahe an Passau, Schärding und Linz, bietet das 4 Sterne Superior Haus einige Besonderheiten. Der Hotelkomplex ist in den letzten Jahrzehnten nach und nach aus einer kleinen Pension entstanden.

Das Motto des Hauses ist wirklich ambitioniert! Den dazu gehörenden Untertitel „Zuhause ist kein Ort. Zuhause ist ein Gefühl“, den du auf der Homepage des Hauses findest, können wir allgemein nur wärmstens unterstützen. Im Besonderen können wir für den Reischlhof beides auch definitiv bestätigen!

Rund um den Reischlhof gibt’s nur Feld, Wald und Wiesen, also eine superfrische Luft und viel Balsam für die Seele. Die kleine Kapelle oberhalb ist von der Familie Reischl gestiftet.

Im Haus wirst du mit Wärme empfangen. Das beginnt bei der Begrüßung an der Rezeption in der lichtdurchflutenden, vollverglasten Lobby und setzt sich fort bis ins Zimmer, in das du mit einer persönlichen Führung durchs Haus gebracht wirst.

Das dezent-stylishe Lichtkonzept in den Alpin Lodges ist sehr angenehm. Eine Trennwand zum offenen Badbereich sorgt für eine angenehme Privatsphäre.

Das Holz, was hier u.a. für die Gestaltung der Lodges verwendet wurde, scheint richtig alt und versprüht einen heimeligen, fast nordischen Charme.

Die aktuellste Erweiterung, der Neubau von 2016, schmiegt sich in Form einer Sichel rund um das Herz des erweiterten Wellness-Bereichs: Innen- und Außenpool mit Sprudelbecken sowie Naturbadeteich und einem Teil der Sonnenliegen. Der Sprudelpool mit 35 Grad war mein favorisierter Aufenthaltsort 😊

Der Innenbereich des Pools, von dem du durch eine Glastür in den Außenbereich des Beckens schwimmen kannst, ist an der Decke mit einem „Sternenhimmel“ aus Lampen gestaltet. Drumherum sind bereits die ersten Ruheliegen und Nischen zu finden. 

Aber davon gibt es noch viel, viel mehr: 19 (!) thematisch verschieden gestaltete Motto-Ruheräume mit insgesamt mehr Liegen als Gästen sind ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal des Reischlhofs! Wie immer haben wir mit Rücksicht auf die Mit-Gäste dort drinnen keine Fotos geschossen. 

Das keine Wünsche offenlassende Frühstücksbüffet ist auch mit einer Eierspeisen-Zubereitungsstation ausgestattet, an dem uns eine nette Schwäbin ein schönes Omelett gezaubert hat. Ansonsten, so hat uns der Chef Hermann Reischl berichtet, sind viele Beschäftige Einheimische aus der Gegend.

Der Restaurantbereich ist angenehm „verschachtelt“, d.h. du hast nirgends das Gefühl, in einem Speise-„Saal“ zu sitzen. Teils in bayerischem, teils in urbanem Stil, ist es überall geschmackvoll und gemütlich eingerichtet.

Wir hatten die ¾-Verpflegung, bei der nachmittags ein Kuchenbuffet, das aber auch herzhafte Kleinigkeiten aufbietet, inkludiert ist. 

Abends gibt es ein Fünf-Gang-Menü, das – sehr erfreulich – fast ausnahmslos am Tisch serviert wird. Nur der abschließende Käse wird an einem Buffet angeboten und hat dafür sogar einen eigenen Raum.

Der Frischkäse mit gerösteten Zwiebeln war ein schmackhafter Auftakt.

Zur Vorspeise erschien eine Landhühnchenbrust, einmal als Törtchen und einmal als Praline (es gibt „Nuggets“ auch in wirklich gut!) mit etwas Beiwerk, von dem mich besonders die eingelegten Radieschen mit ihrem Fruchtessig-Touch beeindruckt haben.

Die Suppe aus Kokosmilch, Mais und Chili war in der Aromatik überraschend austariert: Kokos sehr im Hintergrund, dafür süßer Mais ganz vorne. Das hätten wir so nicht erwartet. Eine schöne dezente leichte Schärfe von der Chili harmonierte gut, auch mit der gebackenen Blumenkohl-Praline an der Seite.

Bestens begleitet war die Suppe von einem grünen Veltliner vom Bio-Weingut Huber aus dem Kamptal in Niederösterreich. Neben würzigen Noten haben Apfelaromen von alten Streuobstwiesen Betina dazu verleitet, in unserer Podcastfolge nach Jahrzehnten ein „Eigentumsdelikt“ einzuräumen – hör mal rein 😉 

Für den Hauptgang stand eine Fleisch-, eine Fisch- und eine vegetarische Variante zur Auswahl. Wir haben uns für das Roastbeef vom Charolais-Rind entschieden. Es war zwar ein Ticken zu lange gegart und nicht mehr 100% rosa, aber trotzdem noch butterzart und von bester Qualität. Serviert an einer reduzierten Chiantijus sowie Perlzwiebel und knackigem Gemüse. Für mich der Hit auf diesem Teller war allerdings die cremige Paprika-Polenta: Die Konsistenz nicht wie so oft trocken, sondern sehr angenehm und die süßen und saftigen Aromen der Paprika waren perfekt! Die nächste Geschmacksüberraschung war gelungen.

Trotz toskanischer Sangiovese in der Sauce habe ich mich für einen Zweigelt entschieden, ebenfalls vom Weingut Huber aus der Nähe von Krems an der Donau. Noten von Kirschen, ein leichter Vanille-Hauch, etwas Pflaume und eine stimmige Säure passten gut zum Roastbeef und vor allem – zur Paprika-Polenta 😊

Das süße – also Betinas – Dessert war eine Komposition von weißer Schokoladentarte, Rhabarber-Sorbet, Erdbeere und Limoncello-Mousse. Süße und Säure waren schön ausgewogen, die Erdbeeren haben nach Erdbeeren geschmeckt. Auch hierin zeigt sich wieder die Qualität der Grundprodukte, auf die im Reischlhof großen Wert gelegt wird: The result of Betina Jury für diesen runden und spannenden Nachtisch: 10 von 10 Punkten!

Das gediegene Käse-Buffet zum Abschluss – Burkhards Lieblings-Nachtisch – überfordert nicht mit einer riesengroßen Auswahl, aber es ist für jede geschmackliche Richtung etwas dabei, Obst und Chutneys inklusive.

An der auch in klarem, nordisch anmutenden Design gestalteten Bar kannst du öfters auch bei Live-Musik nach dem Essen noch einen Absacker nehmen oder ein paar nette Stunden mit Tanzen verbringen. Schön ist, dass das alles nicht zu aufdringlich ist und du auch einfach nur bei einem Wein oder Cocktail plaudern kannst.

Alles in allem ist der Reischlhof ein sehr angenehmes, schön gestyltes Haus mit einem sehr schönen Wellness-Angebot und einer richtig guten Küche. Das ambitionierte Versprechen des Mottos „Nicht daheim und doch zuhause“ wird sympathisch eingelöst! 

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