König sein in Zavelstein – Interview mit Sternekoch Franz Berlin von Berlins Krone

König sein in Zavelstein – Interview mit Sternekoch Franz Berlin von Berlins Krone

Sterneküche und Wellness im Nordschwarzwald – heute stellen wir dir mit Berlins Krone Lamm in Zavelstein einen ganzen Genuss-Komplex vor.

Drei Restaurants gehören dazu: Das Naturpark Restaurant Berlins Lamm, die Michelin-besternte Berlins Krone und das Wanderheim, in dem der Ursprung des Familienbetriebs liegt.

Sie sind auch Teil der Jeunes Restaurateurs – dies und die Neugier, ob Berlin´s Krone die eigene hohe Messlatte – „1 Michelin-Stern und 17 Punkten im Gault Millau versprechen exzellente Genüsse“ auch tatsächlich einlösen kann, hat uns dazu verführt, ein langes Wochenende hier zu verbringen. Um es vorweg zu sagen: Die Messlatte wird genussvoll gehalten 😊

Der runde Anbau am “Lamm” ragt in das Tal hinein, auf das du von den Fenstern oder noch besser von der großen Außenterrasse einen schönen Blick hast. Ganz oben ist ein Teil des großen Restaurants, dass sich in mehrere Bereiche aufteilt und daher überall eine angenehm überschaubare Atmosphäre bietet.

Im Wellnessbereich, der zum Teil in den Geschossen unter dem Panorama-Restaurant liegt, findest du wirklich jede Wellness-Komponente, die du dir nur vorstellen kannst. Kosmetische Behandlungen, Massagen, Peelings, Bäder, Sauna, eine Sole-Inhalationskammer uvm. Der Innenpool ist zwar etwas klein, hat aber eine angenehme Temperatur. Der Außenpool ist sehr schön in die Terrasse zum Sonnenbaden drumherum eingefügt und hier kannst du tatsächlich auch ein paar Bahnen schwimmen.

Von diesen Bereichen können wir wegen der Privatsphäre der anderen Gäste natürlich keine Bilder präsentieren. Wenn du hier, wo du die Zeit einfach mal ticken lassen kannst, durchblickst, kannst du einen kleinen Teil des Außenpools erspähen.

Das lange Wochenende gabs mit ¾ Pension, die grundsätzlich im Lamm angeboten wird. Wenn du dich für ein Sternemenü in der Krone entscheidest, kannst du dich im Lamm abmelden und bekommst eine Gutschrift. Es gab ein großes Frühstückbuffet, das keine Wünsche offen lies. Das Nachmittagsbuffet versorgte den kleinen und süßen Hunger – dabei einen genialen schwäbischen Kartoffelsalat! Spätestens, nachdem die Küche diesen Lackmustest von Betina bravourös bestanden hatte, war hier alles klar 😉 Auch die Schwarzwälder Kirschtorte beeindruckte.

Abends gibt es eine Mischform: Du kannst dich zunächst an einem sehr vielfältigen Vorspeisen- und Salatbuffet bedienen mit hausgemachten Terrinen, fleischigen und fischigen Openern.
Für den Service à la table konnten wir für die nächsten Gänge zwischen zwei Suppen und vier Hauptgängen wählen.

Betina hatte die Karottenschaumsuppe mit Ingwer und Hafer ausgesucht, Burkhard entschied sich für die Rote Beete-Essenz mit Merrettichschaum.

Zum Hauptgang ließen wir uns mit geschmorten Rinderbäckchen in Lembergersauce, Sahnelauch und Schupfnudeln verwöhnen. Das ist natürlich nichts Spektakuläres, aber auch ein solches Gericht will gut zubereitet sein. Und das war es auch: Das Gemüse nicht verkocht, sondern noch leicht bissfest, die „Bubaspitzle“ kross und das Fleisch schön zart.


Quelle Foto: https://www.berlins-hotel.de/Ihr-Wellnesshotel-im-Schwarzwald/Ihre-Gastgeber2/Roland-Berlin-und-Holger-Klotz

Mit Restaurantleiter Roland Berlin, der auch Sommelier ist, hatten wir viel Spaß und nette Begegnungen, wenn er im Service selbst mit Hand anlegte. Er hat aber trotzdem einen weiteren Sommelier an seiner Seite – Holger Klotz, vom Schlemmer-Atlas 2018 erneut zu den “Top 50 Sommeliers Deutschland” gewählt.

Wir wollten bewusst keinen Roten, daher war ein Weißwein gefragt, der zu den Rinderbäckchen bestehen kann. Herr Klotz hat geliefert – einen tollen Grauburgunder von Schätzle am Kaiserstuhl, der richtig gut ausgestattet war und mit seinem breiten, cremigen Schmelz und seiner Mineralik die räumliche und geschmackliche Nähe zum Burgund deutlich zeigte.

Die „Schwarzwälder Kirsch“ kam zum Abschluss in modifizierter Variante.

Das Lamm hat einen sehr gemütlichen Bar-Bereich mit Lounge-Atmosphäre im 1. Stock sowie einem sensationellem Lichtkonzept.

Unser geräumiges Zimmer ohne Teppichboden (sehr gut!) war im Haus der Krone und bot einen schönen Blick auf die Burgruine und deren Turm.

Das kleine Örtchen besticht mit pittoresken Fachwerkhäusern und schönen Gärten. Zum Wandern einfach ideal, wenn man wieder zur Kulinarik zurückkehren kann.

Die Ruine solltest du dir anschauen. Von dem erhaltenen Turm aus hast du einen schönen Blick über die dunklen Tannenwälder des Nordschwarzwalds und natürlich Zavelstein.

➡️🎧Höre in unserer Podcastfolge 073 das Interview mit Franz Berlin, Küchendirektor und kreativer Kopf des Gourmetrestaurants, über seinen Weg in die Sterneküche und die Konversion eines gutbürgerlichen Restaurants in ein Sternelokal!

📣Achtung, Vorankündigung! In einer zweiten Bonus-Folge sowie einem Blogbeitrag hörst und liest du nächste Woche das komplette Sterne-Menü mit den Ansagen des Service, die Empfehlungen des kongenialen Sommeliers Michael Kolb für ein Wine Pairing und eine alkoholfreie (!) Begleitung sowie unsere Impressionen der jeweiligen Gänge.

* Übersetzung für Nichtschwaben: „Leute! Nachdem wir nun das Tier vertrieben haben, gehen wir rüber in die Krone und essen unglaublich!“

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