Stellenbosch und Wein-Diamanten – Wie bei Delaire Graff kostbare Kunst auf Sterneküche trifft

Das wunderschöne Städtchen Stellenbosch, zweitälteste Stadt in Südafrika und mitten in den Winelands gelegen, lädt mit seinen alten kapholländischen Häusern und altem schattenspendenden Baumbestand zum Flanieren ein. Neben der Universität, an der Generationen von Weinmachern ausgebildet wurden & werden, gibt es viele Kunstgeschäfte, die zum Shoppen oder Staunen einladen.

Eine Institution ist „Oom Samie se Winkel“, ein aus der Zeit gefallener wie ausgefallener Trödelladen, gegründet 1904 und fast „der Nase nach“ zu finden, da du dort auch Trockenfisch erwerben kannst – Betina fand wegen der davon ausgehenden Düfte dann auch schnell den Ausgang und unterhielt sich lieber mit einem einheimischen Herrn auf der Bank vor dem Laden 😊

In jedem Fall solltest du einen „Red Espresso“ und einen „Fresh red“ probieren – diese Spezialitäten aus dem leckeren wie gesunden „Rooibos“ sind einfach ein erfrischender Genuss.

In der Umgebung von Stellenbosch landschaftlich traumhaft gelegen findest du das Weingut Boschendal. Wir haben hier einen fantastischen Silvesterabend mit Live-Musik von Jesse Clegg, Sohn des berühmten Musikers Johnny Clegg („Scatterlings of Africa“, „Asimbonanga“), erleben dürfen und erfahren, warum „Braai“ mehr ist als nur Grillen; es ist ein gesellschaftliches Ereignis in Südafrika. Bunt gemischt hatten wir Tischnachbarn aus den Niederlanden, Südlondon und – einem Ortsteil von Heilbronn! 10.000 km von zuhause entfernt haben wir mit einem Pärchen auf´s neue Jahr angestoßen, die daheim 5 km Luftlinie von uns wohnen.

Laurence Graff, ein erfolgreicher Diamantenhändler aus London, erfüllte sich bei Stellenbosch einen Lebenstraum. Er kaufte vor wenigen Jahren ein heruntergekommenes Weingut, investierte über 30 Mio. Euro und schuf sich (und uns) damit einen weiteren Edelstein.



Das „Delaire Graff Estate“ ist der Diamant unter den Weingütern der Kap-Region;
es gibt neben der Kellerei zwei Spitzenrestaurants, eine Handvoll Suiten, Wellness, exquisite Ladengeschäfte und sehr viel schöne Kunst. A Place to be…
Wir hatten zuerst im „Zweit“-Restaurant des Delaire Graff Estates, dem „Indochine“, das kulinarische Vergnügen. Von da aus hast du einen traumhaften Blick zum ca. 40 km Luftlinie entfernten Tafelberg.

Beim Betreten des Gebäudes meinst du, in ein sehr geschmackvolles Kunstmuseum einzutauchen.

Im Indochine bekommst du modernes, auch veganes und vegetarisches „Fusion food“ auf Sterneniveau von Küchenchef Virgil Kahn, einem Experten für asiatisch inspirierte Speisen. Mit einem unverwechselbaren südafrikanischen Touch sind die Gerichte leicht, aber mit geballten Aromen-Explosionen garniert; „viel scharf“ auf Sterne-Niveau schmeckt eben doch so ganz anders und ist vor allem verträglich. Die frischen asiatischen Kräuter und Gemüse stammen direkt aus dem eigenen Gewächshaus.

Auch hier hatten wir wieder einen sympathischen Service und richtig viel Spaß mit dem Kellner. Für das 6 Gänge Menü mit Weinbegleitung haben wir pro Nase trotzdem nur rund 50 Euro angelegt.



Das Weingut liegt auf einem einzigartigen Terroir.
Kühle atlantische Meeresbrisen wehen über die steil abfallenden Weinberge und bescheren den Trauben äußerst reiche Fruchtnoten. „Delaire“ bedeutet “vom Himmel”, und die Chardonnays, Chenin Blancs sowie preisgekrönte Semillon/Sauvignon Blanc-Cuvées sind wahrhaftig himmlische Genüsse. Aber auch die Roten aus Pinotage und besonders ein Shiraz haben uns im 7. Himmel schweben lassen.

Im „Delaire-Graff-Restaurant“ zaubern Chefkoch Michael Deg und sein Team in der offenen Küche phänomenale Menüs.

Hier hätten sogar Burkhard die Austern geschmeckt! Das war nicht nur gustatorisch großes Kino, sondern auch optisch ein Genuss.

Jeder Gang wurde von demjenigen präsentiert, der ihn in der Küche für uns präpariert hat. Insbesondere das Dessert war ein wahres Kunstwerk, und das Bild zeigt dir, warum ein Nachtisch manchmal mit der Pinzette gefinished werden muss.

Unsere dringende Empfehlung: Wenn du in die Kap-Region reist, reserviere dir in diesem kulinarischen und künstlerischen Kleinod frühzeitig einen Tisch – wir versprechen dir, du würdest es bereuen, wenn du darauf verzichtest!

Hier kannst du hören, wie wir wieder ins Schwärmen geraten, wenn wir an diese großartigen Genussmomente denken Podcastfolge 030

Hier kommst du zum Blogbeitrag über zwei weitere weltklasse Fine-Dining-Adressen

Und hier geht es zum Podcast über die Fine-Dining-Adressen Folge 009

Im Buch “Weinabenteuer Südafrika” findest du alles Wichtige und wunderschöne Bilder über ganz unterschiedliche Weingüter.

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