Wo eine Zeder eine Villa besitzt – Moncalvo, Trüffel und das Corona Reale

Die Villa Cedro in Forneglio ist eine der zahlreichen Villen, die im Privatbesitz sind und im Mai während des Festes Riso e Rose im Monferrato ihre Türen und vor allem Gärten für Besucher öffnen. Der Besitzer Carlo Gaiero hat uns die Gelegenheit gegeben, seinen liebevoll gestalteten Garten und auch ein paar Räume zu besichtigen.

Die Zeder, die seit über 200 Jahren dort steht und ein ruhiges, schattiges Plätzchen zum Verweilen bietet, ist der wahre Besitzer dieser Villa, so ist Carlo’s Überzeugung. Ihr kann es in der Tat egal sein, wer den Grundbucheintrag für Villa und Garten sein Eigen nennt…
Seinen Garten pflegt Carlo täglich und ist sehr stolz auch auf seinen Sequoia Baum, der 1984 mit nur 27 cm gepflanzt wurde. Heute überragt er die anderen Bäume im Monferrato um Längen. Ein Stückchen Kalifornien kannst du so in seinem Garten sehen und dabei den romantischen Duft der vielen Blumen riechen.

Die Räume seiner Villa sind noch immer mit Möbeln aus längst vergangenen Zeiten bestückt und sogar einen überdurchschnittlich großen Billardtisch kannst du hier sehen. Wir waren beeindruckt von Carlo’s grünem Daumen. Wenn du mal in der Gegend bist oder vielleicht deine Hochzeit in einer dieser Villen feiern möchtest, dann bist du herzlich willkommen.

Moncalvo ist einer der Orte, in dem jedes Jahr im Herbst eine Trüffelmesse stattfindet. Nach Alba ist sie die bedeutendste im Piemont, und dennoch geht es hier ruhiger zu, so haben uns zumindest viele Kenner berichtet. Idyllisch auf dem Berg gelegen, kannst du deine Blicke über die Hügel des Monferrato schweifen lassen. Wer seinen Blick auch auf die lokale Kunst werfen möchte, der ist im Museo Civico genau richtig.

Fast direkt am großen Parkplatz, neben der Piazza, haben wir im Ristorante Corona Reale gegessen. Weil wir schon in den letzten Tagen überall auf unserer Rundreise probieren sollten, haben wir uns nur für drei verschiedene Kleinigkeiten 😉 entschieden und dafür den Nachtisch auch noch probiert.

Von außen betrachtet, wirkt das Restaurant eher unscheinbar; im Inneren wirst du dafür von liebevoll dekorierten Räumen und Tischen begrüßt. Wer hier für die Dekoration und Inneneinrichtung zuständig ist, hat wirklich ein gutes Händchen. Die hellen Akzente zu den alten dunklen Holzmöbeln machen das Verweilen hier schon fürs Auge zu einem Genuss.

Genauso liebevoll dekoriert wurden uns die drei verschiedenen Speisen präsentiert. Der Artischocken-Salat mit Tomino im Parmesan-Nest und Walnüssen, Spinat und Stiefmütterchen war so hübsch und köstlich duftend, dass wir uns kaum trauten, ihn zu essen. Das Parmesannest hat ganz angenehm und anders als erst erwartet, geschmacklich überhaupt nicht überdeckend, super zu den Artischocken gepasst. Köstlich!

Die süßen warmen Früchte, die die Kaninchenterrine mit einem Kern von Foie gras begleiteten, waren ausgezeichnet gewählt. Sie haben den Kaninchengeschmack ausgezeichnet unterstrichen und das Ganze zu einer Harmonie werden lassen. Das noch warme und frisch gebackene Brioche war einfach deliziös dazu.

Burkhard kam mit seinem heißgeliebten Gemüse, dem Spargel, auch voll auf seine Kosten. Aber nicht nur er. Denn auch für mich war mein Lieblingsgemüse gleich noch mit auf dem Teller. Frittierte Zucchiniblüten schmecken einfach göttlich.

Der Spargel-Flan mit frittierten Zucchiniblüten und einer zarten Käsesauce vom Toma, der Weichkäse-Spezialität aus dem Monferrato, war mit den Stiefmütterchenblüten wieder so schön dekoriert, dass es uns auch hier schwer fiel, herzhaft zuzugreifen. Wir haben uns jedoch schnell „überwunden“ 😉

Begleitet hat uns zu diesen Speisen eine Flasche Roero Arneis von Malvira – übrigens in Bio-Qualität. Die zarte Mineralik mit den frischen Zitrus- und Kräuteraromen und der frischen, filigranen Säure hat unseren Gaumen ganz wunderbar umschmeichelt und den kleinen Mittagsimbiss zu einem schönen kulinarischen Erlebnis werden lassen.

Auf den Nachtisch wollten wir dann doch nicht verzichten, nachdem uns die nette Bedienung so bunt und fröhlich davon vorgeschwärmt hatte. Wir entschieden uns für ein Semifreddo di Torrone und einen Schokoladenpudding im Ofen gegart. Was wir auf unseren Tellern vorfanden, siehst du hier. Wenn du hören möchtest, wie es uns geschmeckt hat und was wir zum Weichkäse „Toma“ zu sagen haben, dann klick jetzt gleich hier und hör dir die Podcastfolge 057 an.

Hier kommst du zum Blogbeitrag über ➡️das Weingut Tenuta Tenaglia.

Wenn du Sabine Ehrmann hören willst, die dir ihre Weine im Podcast selbst präsentiert, dann ➡️klick hier und hör sie dir an 🎧

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